Infos zum Haus

In Kürze

IMG_0450Vor fast hundert Jahren lässt Susanne Schwob, die erste Frau im schweizerischen Kunstverein, den obersten Stock der Villa im Länggassquartier zu einem Malatelier umbauen. Ein wunderschönes Atelier mit verglaster Nordfront, bestem Mallicht ist entstanden, ein idealer Ort um sich der Kunst zu widmen. Nach ihrem Tod schenkt Susanne Schwob die Villa der Stadt Bern: Das Künstlerhaus dürfe nicht veräussert werden und müsse immer von bildenden Künstlern genutzt werden, so ihre Bedingung.

Über Jahrzehnte ist das Haus am Falkenhöheweg 15 weit über Bern bekannt und ein wichtiger Treffpunkt für Kunstschaffende geworden. Hier treffen sich unter anderem Norbert Klaasen, Ka Moser, Haus am Gern. Bis heute hat diese Tradition des nicht institutionalisierten Austausches zwischen bildenden Künstlern überlebt. Seit Sommer 2015 arbeiten 13 bildende Künstler/innen Schwob-Haus. Ihr Schaffen wurde während dieser Zeit mit Stipendien, Auszeichnungen und Ausstellungen gewürdigt.

Monatlich werden Veranstaltungen für eine interessierte Öffentlichkeit organisiert. Geplant ist eine Artist in Recidency, die es nationalen und internationalen Künstler/innen ermöglicht, von diesem Arbeits- und Austauschort zu profitieren. Nun soll dieser unaustauschbare Schaffensort an dem Kunst und Alltag gelebt werden, an den Höchstbietenden verkauft werden?

 

Geschichte

Das dreigeschossige Jugendstilhaus Susanne-Schwob-Haus gehörte der Kunstmalerin und Industriellentochter Susanne Schwob (gestorben 1967). Susanne Schwob war überregional von Bedeutung, sie war als erste Frau Mitglied der eidgenössischen Kunstkommission und beeinflusste von 1936 – 1942 die Biennale Venedig zusammen mit Antonio Auguste Giacometti, Oskar Reinhard und anderen Grössen der Kunstgeschichte.
In ihrem Testament vermachte sie das Haus der Stadt Bern und legte dabei fest, dass es unverkäuflich bleiben müsse und „ausschliesslich zur unmittelbaren Förderung der bildenden Künste“ dienen solle.
Das gesamte Haus hat einen einzigartigen inspirierenden Charakter, man merkt, dass schon seit Generationen darin Kunst gemacht wird. Das hat einen überaus positiven Einfluss auf das aktuelle Kunstschaffen.

 

Zu dessen Bewohnern

Die Stadt Bern hat letzten Frühling versucht, das Susanne-Schwob-Haus zu verkaufen und veranlasste, dass die bisherigen drei Bewohner das Haus räumen mussten. Seit August 2015 wird das Haus wieder bewohnt. Die neuen Mieter sind junge Künstler und Künstlerinnen, die, nach ihrem Abschluss auf Ateliersuche waren und auf das Haus stiessen. Sie haben sich voller Enthusiasmus und Schaffensdrang im Haus eingerichtet. Momentan sind es dreizehn Kunstschaffende, welche einen festen Atelierplatz haben, sowie einige Gäste und Künstlerfreunde, welche für eine beschränkte Zeit mit dem Haus verbunden arbeiten. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Medien, legen aber viel Wert auf die Gemeinschaft: sei das beim gemeinsamen Essen, beim ständigen Austausch über die eigene Arbeit, den Sitzungen, oder der sonstigen gegenseitigen Unterstützung.

 

Aktuell arbeiten im Haus

Olivia Abächerli, Nicolle Bussien, Damiano Curschellas, Lea-Nina Fischer, Laura Grubenmann, Chris Harker, Marc Lauber, Tanja Laeri, Ursina Leutenegger, Marta Margnetti, Tamara Milosevic, Natascha Moschini, Giorgia Piffaretti, Aldir Polymeris, Nina Rieben, Gabriela Weidmann

Ehemals: Philippe Eiselen, Jenny Elser, Mai Gerdes, Anthonie de Groot, Anaïs Grossenbacher, Rohit Jain,  Selina Lutz, Rahel Messerli, Philip Ortelli, Janosch Perler, Fiona Rafferty, Tanja Schwarz, Luzia Wantz

 

Zeitungsberichte

Der Bund von Naomi Jones vom 30.03.2017
Der Bund Kulturblog vom 28.08.2016
Artikel von Jean-Michel Wirtz im Bund (09.06.2016)
Artikel von Xymna Engel im Bund (28.05.2016)
BZ, Bericht von Esther Diener-Morscher (20.05.2015)
Der Bund, Artikel von Simon Thönen (19.05.2015)
Der Bund, Artikel von Heinrich Gartentor (17.05.2016)
Der Bund, Artikel von Simon Thönen (10.05.2016)

Wohnstattbern Newsletter vom Dezember 2010

 

 

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Die Eröffnungsfeier am 15.08.2015